Oahu

Die erste Insel, die wir bereisen ist Oahu, für alle, die sich fragen wo das ist: ja, die Insel auf der sich Honolulu befindet. In einigen Reiseberichten wird es so beschrieben, als wäre Oahu nicht so richtig Hawaii und danach hatten wir auch keine großartigen Erwartungen.

Nach Ankunft wurden wir von einem mäßigen Airbnb überrascht, auf das wir uns eigentlich sehr gefreut haben. Es sah auf den Fotos schön aus, tat es auch von weitem, doch beim Herausnehmen von Tellern und z.B. der einzigen Müsli Schale, ist zu sehen, dass es nicht besonders sauber ist und doch alles recht abgewohnt. Trotzdem sieht alles so aus, wie auf der Homepage. Zudem gibt es einen dreibeinigen Hund, den man besser nicht anfassen soll… perfekt mit Baby! Wir sind hin- und hergerissen, was wir machen, doch zu guter Letzt bleiben wir und es ist auch ok. Das hin- und her hat kurz unsere Stimmungen getrübt, bis wir in Kailua zum Strand gelaufen sind und WOW, einfach paradiesisch! Die Unterkunft ist uns nicht so wichtig, allerdings verbringen wir mehr Zeit dort als bei früheren Reisen, sodass es insgesamt doch wichtiger geworden ist, aber der fussläufig erreichbare Strand toppt alles.

Kailua ist nur ca. eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt, es gibt tolle Strände und kleine, individuelle Shops zum bummeln. Mindestens einen Tag können wir dort gut verbringen, bevor wir weitere Teile der Insel erkunden. Ein Highlight war der Market am Donnerstagabend, auf dem es wirklich tolles Essen, frisches Obst und Gemüse sowie live Musik gibt. Man nimmt sich eine Matte und setzt sich einfach vor den Musiker. Es füllt sich schnell mit lokalen Familien und die Kinder tanzen, zu Friedas Vergnügen. Wir essen Nudeln mit garlic Shrimps und Frieda findet es auch sehr lecker. Sie isst so lange mit, bis sie ausrutscht und einen Köpfer in die Shrimp Nudeln macht 🙂 zum Glück ist sie echt entspannt und weint nicht, aber es ist Zeit zu duschen!!! Wir haben im airbnb eine Outdoor Dusche, das ist hier echt phantastisch.

Am Kaena Point wollten wir einen Trail wandern. Es war schon so heiß vormittags und der Trail hat uns nicht überzeugt, sodass wir spontan nach Haleiwa gefahren sind. Einem kleinen Städtchen, mit kleinen Shops und an der bekannten North shore gelegen, wo Jack Johnson in den Wellen surft und im Winter die Big Waves ankommen. Leider sind wir zu früh für die Competitions, aber wir haben Glück in Waimea kommen einige Riesenwellen (in Japan war ein Sturm) an. Es ist echt Wahnsinn, mit welcher Wucht das Wasser auf den Sand knallt und wie cool die Sufer Dudes darin herum spielen. Es scheint auch lokal ein besonderer Tag zu sein, denn plötzlich kommt ein Helikopter vorbei zum Filmen. Am Strand sind einige Zuschauer und es ist super Stimmung, ohne dass etwas Organisiertes stattfindet. Übrigens gibts dort am Strand das schönste Lifeguard Territorium, dass wir je gesehen haben.

Einen halben Tag verbringen wir am Lanikai Beach, der wirklich traumhaft ist und ganz in der Nähe den Kalapawei Market hat, wo es neben gutem Kaffee auch super Banana Bread gibt. Beim Kalapawei Deli and Café waren wir gleich am ersten Tag und wir haben gutes Essen sowie Tipps von Paula bekommen, Frieda Seifenblasen! Nachmittags steuern wir Waikiki an, in Kailua regent es und da Waikiki weltbekannt ist, wollen wir uns das natürlich auch mal schauen. Dort gibt es eigentlich nur den berühmten Strand und jede Menge Shopping Möglichkeiten. Wir sind gefühlt neben unzähligen Asiaten (es gibt eigene Info Magazinen auf koreanisch, die Busse sind mit koreanischen Schriftzeichen beklebt und sogar am Strand die Warnschilder sind nicht nur englisch) die einzigen Europäer, die nicht im Shopping Rausch sind und fahren gerne wieder zurück nach Kailua. Trotzdem wollen wir uns den Strand nochmal bei gutem Wetter anschauen, was wir am letzten Tag auch tun. Er ist wirklich schön, aber sehr voll (im Vergleich zu den anderen Stränden) und so fahren wir nur noch kurz in Honolulu vorbei und schauen den ehemaligen Palast an.

Zwei weitere Highlights waren der zufällig entdeckte Aki‘s Beach, wo wir zum ersten Mal grüne Seeschildkröten sehen. Sie sind riesig und einfach toll. Sie kommen wild und freiwillig aus dem Wasser an den Strand um sich auszuruhen. Nachdem wir in Mexiko eine schreckliche Tour gemacht haben, wo sie gewaltsam aus dem Wasser gezogen wurden, damit wir sie anschauen konnten, war das einfach nur Schön!

Zu guter letzt sind wir zweimal den Pillbox Trail hoch, einmal in der Dämmerung und einmal Morgens früh. Von oben hat man eine tolle Aussicht auf das Riff vor Lanikai und im Rücken die Grünen, rollenden Vulkanberge, Wahnsinn!

weiter geht’s nach Maui…