Neuseeland – die Südinsel

Hier unsere Route (12 Tage):

Picton – Malbourough Sound – Greymouth – Hokitika – Franz Josef – Queenstown – Te Anau/Milford Sound – Dunedin – Christchurch

Die Überfahrt von Wellington nach Picton ist eine Reise wert! Wir starten bei Sonnenschein, dann wird es super windig und als wir in die zerklüftetem Sounds einfahren, legt sich der Wind und das Sightseeing beginnt. Überall grüne Hügel, blaues Wasser und eine atemberaubende Landschaft. Überall sind kleine, einsame Buchten und einige Leute scheinen komplett abseits dort zu leben, auf jeden Fall müssen sie ein Boot besitzen.
Wir übernachten in einer tollen Bucht, können noch kurz ins glasklare Wasser springen und werden mit schönstem Wetter von der Südinsel empfangen.
Wir wollen zu dem Ort, wo Südsee feeling in Neuseeland aufkommt, den Malbourough Sounds. Jedoch kassieren sie dort so richtig ab, das Wassertaxi kostet uns 80$ pro Person, sodass wir uns entscheiden zu einem Strand zu wandern. Wir sind ca. 1,5 Std. unterwegs, bis wir an einer paradiesischen Bucht ankommen. Das unfassbar blaue Wasser ist perfekt zum Baden und wir haben Glück, bisher haben uns die tückischen Sandfliegen verschont! Ja, sie sind auch tagsüber am Strand unterwegs!!!

Danach geht’s an die Westküste auf dem Highway an hohen Bergen, malerischen grünen Hügeln und weiten Schluchten vorbei. Die Natur ist einfach unbeschreiblich schön! Allerdings haben uns die Sandfliegen gefunden und lassen uns bis Queenstown auch nicht mehr in Ruhe. (Außer es ist windig, das mögen sie nicht so)
Wir sind mit blauem Himmel und warmen Wind gesegnet, was normalerweise an der rauen Westküste nicht so oft vorkommt, vor allem nicht im Frühling. Wir campen direkt und kostenlos, ohne 10am checkout am Strand, wo uns sogar am 6.12. der Nikolaus findet!!!

Wir trinken hier und da einen guten Kaffee und fahren die Küste entlang. Von Treibholz überfüllten Stränden bis zu den blauesten Flüssen, die wir jemals gesehen haben, bewundern wir das ziemlich einsame Land. Im kleinen Örtchen Franz Josef gibts schon das erste Weihnachtsgeschenk: ein Heli Hike für die Mama der kleinen Königin! Wunderbar auf dem Gletscher zu „wandern“ und ihn von Nähe aus zu bestaunen. Ein Erlebnis, dass der Welt nicht mehr lange zur Verfügung steht. Der Gletscher soll in ca. 50 Jahren verschwunden sein…
Das gute Wetter ist dann weitergezogen, sodass wir einfach etwas mehr gefahren sind. Queenstown hat wirklich was, es ist schön und lebendig. Jede Menge Action Angebote verlocken, wir entscheiden uns aber den Milford Sound anzuschauen und fahren weiter. Auch da haben wir jede Menge Glück und es hört auf zu regnen, als wir ankommen. Perfekt, denn hunderte Wasserfälle sind noch zu bestaunen und das mit Sonnenschein! Allerdings ist es ein ziemlich langer Weg dort hin und Tourismus pur. Für alle Wanderfreunde: dort ist DER Track überhaupt, meldet euch rechtzeitig an und wandert den Milford Track! Weil die Neuseeländer schon vor langer Zeit wussten, dass der Milford Sound eine Attraktion sein wird, wurde schon 1935-53 ein Tunnel gebaut, durch den wir heute noch durch fahren!

In Christchurch endet unser Abenteuer mit dem Wohnmobil, nachdem wir in Dunedin die steilste Straße der Welt und in Oamaru die alten Bauten erkundet haben. Wir schauen uns die von zwei Erdbeben erschütterte Stadt an, die ich kaum wiedererkenne. Ganz vieles ist neu, die alten Bauten werden mit mächtigen Trägern gestützt. Trotzdem hat Christchurch eine schöne Atmosphäre, sodass wir wehmütig weiterreisen.

Es folgt Australien…