Maui

Eigentlich sollte es ein kurzer Report über Maui werden, aber es gibt einfach so viel zu berichten und das ist nur ein Bruchteil von dem, was wir täglich erleben….

In Maui haben wir die meiste Zeit verbracht und deswegen sind wir auch erst abends nach Kahului geflogen. Meistens ist es so, dass der Start an einem neuen Ort die Zeit vor Ort ein wenig bestimmt. Schon am Flughafen durften wir uns ein Auto bei Alamo aussuchen, das ist uns noch nie passiert. Und während wir bei Avis beinahe wegen Sand im Auto, und das ist wirklich überhaupt nicht zu vermeiden, extra zahlen mussten, meinten die Ladys bei Alamo, sie hoffen da kommt Sand rein, sonst hätten wir wohl keinen Spaß am Strand gehabt…! Ein guter Start…

Unser Airbnb ist dieses Mal sehr sauber und aufgeräumt und wir haben sehr nette Hosts, die zwar nicht dort wohnen, aber jeden Tag vor Ort sind um die ganzen Apartments, die sie vermieten, sauber zu halten. Kathy hat 9 Enkel und daher alles, was man sich als Baby wünscht. Wir bekommen ein Strandzelt, Sonnenschirm (die waren bei Walmart und anderen Läden AUSVERKAUFT „because it’s Winter“, ja, das muss man erstmal verstehen!) und Strandspielzeug, perfekt! Wir wohnen, wie auf Oahu wieder auf der Regenseite, der Ostseite zwischen Paia und Pauwela. Das sollte man wohl vorher wissen, dass sich das Wetter andauernd lokal verändert.

Aber erstmal ist Halloween, DAS Ereignis in den USA. Selbst die Bedienungen sind geschminkt und man muss quasi was machen. Leider finden wir für unser Keiki (das ist hawaiianisch und heißt Kind, ist das nicht süß?!) keine Verkleidung mehr, fahren aber nach Lahaina, wo ein riesen Umzug ist. Die sind wirklich ein bisschen verrückt, lassen die Governeurin und die Präsidenten vom Lions Club im Cabrio durch die Masse fahren und winken wie die Quuen und haben super coole Verkleidungen, Musik und es ist echt was los. Ich glaube jedes Land braucht ein bisschen Fasching oder irgendwas verrücktes. Wir werden durch Frieda mal wieder in diverse Gespräche verwickelt und probieren endlich das berühmte, angeblich beste shaved ice der Insel.

Natürlich fahren wir auch die bekannte Road to Hana auf der „Valley island“ , eine der kurvenreichsten Straßen der Welt, perfekter Teer und viele, viele Brücken, über die immer nur ein Auto fahren kann. Die Täler sind unfassbar grün in den unterschiedlichsten Variationen und es gibt jede Menge verschiedene grüne Pflanzen, die wir meist aus unserem wohl geheiztem Wohnzimmer kennen. Man kann auch von Wasserfall zu Wasserfall tingeln, das ist nicht so unser Ding, aber einen haben wir auch angeschaut, als Frieda endlich wach was. Überall gibts fruit stands und Banananbrot, phantastisch!
Wir besuchen noch einen wunderschönen Black Sand Beach bevor wir in Hana ankommen und doch sehr überrascht sind, dass es dort außer einer Tankstelle, einem General Store und zwei Foodtrucks nichts gibt. Ok, ein Golfhotel noch, das gibts irgendwie überall. Nur die Road nach Hana ist das eigentliche High, der Ort selbst nicht. Nach unserem Abendessen am Food Truck, es gibt immer mindestens einen mit mexikanischem Essen, selbst auf Hawaii! Fahren wir den gleichen Weg, für den wir 4 Stunden gebraucht haben, zurück. (Mal wieder ist die Straße gesperrt, sodass wir nicht den weniger kurvenreichen Weg auf der anderen Seite der Insel zurück nehmen können) diesmal brauchen wir nur 1,5 Std für die 40 Meilen 😉

Ein weiteres Highlight ist der Vulkan Haleakala, den wir zum Sonnenuntergang besuchen. Für den Sonnenaufgang braucht man ein Parkticket, dass 1,50$ kostet und somit komplett ausverkauft ist. Hätten wir das gewusst, hätten wir auch einfach mal eins gekauft. Das System ist neu und noch nicht so ganz ausgereift.
Wir fahren circa 2 Stunden hoch, bis wir über den Wolken auf dem eiskalten Vulkan ankommen. Es sieht ein wenig aus wie wir uns eine Mondlandschaft vorstellen, das ganze in Watte gepackt. Und dann der Sonnenuntergang über den Wolken, traumhaft! Dieses Farbenspiel ist schwer zu beschreiben, das Licht ändert sich von Minute zu Minute, bis die Sonne in den Wolken verschwindet. Danach ist es noch viel kälter und wir treten den Rückweg an auf den stockdunklen Straßen. Auf Maui und Big Island gibt es keine Straßenbeleuchtung, was wirklich eine Umstellung ist, wenn man nachts unterwegs ist. Aber der Sternenhimmel ist phenomenal, dazu mehr im Bericht über Bis Island.

Natürlich wollten wir zumindest einmal auf Maui Wellenreiten und dazu waren wir an der Westküste, wo für uns machbare Wellen oder kleine Wellchen ankommen. Das war sehr entspannt, einfach Surfboard am Strand ausleihen, rein springen und los surfen. Kite surfen dagegen war nicht ganz so einfach, weil man ohne Kurs kein Material ausleihen kann. Also musste Lisa einen kleinen Kurs machen, was gar nicht so schlimm war, da die Bedingungen doch sehr speziell sind auf Maui. An Land wenig Wind, draußen richtig viel und recht hohe Wellen. Das ganze war aber ein voller Erfolg, auch wenn es eine teure Erfahrung war, jeden Cent wert.

Ganz viele Schildkröten konnten wir am Hokipa Beach beobachten, wo ebenso die Windsurf Meisterschaft stattgefunden hat und auch noch Kitesurfer und Surfer im Wasser waren. Was ein Bild, einfach Wahnsinn was Hawaii zu bieten hat.

Gut gegessen haben wir zudem bei Mamas Fish House, eine Institution auf Maui mit tollen hawaiianschen Gerichten. Etwas teuer, aber wow! Wir wussten nicht so recht, was uns erwartet und dann saßen wir in einem riesigen Restaurant direkt am Strand und hatten frischen Fisch, toll zubereitet. Die Bäckerei baked on Maui bietet Backwaren, die mit Zeit für Brot konkurrieren könnten und der Supermarkt in Pahia ist ein Biomarkt wo es einfach die perfekte Salatbar gibt um den Lunch am Strand vorzubereiten. Yoga geht auch ganz spontan am Strand morgens und einen Babybeach gibts in Sprecksville…

Unser Fazit: wir kommen auf jeden Fall wieder! 🙂